Haus der Architektur

Seit 2013 gehört das Haus der Architektur zu den München summt! Standorten. Mit dem Neubau hat die Bayerische Architektenkammer an der Waisenhausstraße ein Veranstaltungs- und Seminargebäude geschaffen, das zum Ort der Begegnung für alle am Bauen und Planen Interessierten geworden ist. Seit diesem Jahr begegnen die Architekten nun nicht mehr nur ihren Kolleginnen und Kollegen, sondern auch den Bienen, die sich ebenfalls als fleißige Baumeister hervortun. Vielleicht lässt sich der eine oder andere ja davon inspirieren..

Am Dienstag, den 4. Juni 2013, wurde der Einzug der Bienen auf dem Dach feierlich begangen. Hier ein paar Eindrücke, fotografiert von Astrid Prangel.

Vom Dach in den Garten

Seit dem Einzug der Bienen auf das Geländes des Hauses der Architektur betreut Imker Jürgen Dyckerhoff zwei Bienenstöcke. Er setzt bei seiner Imkerei auf die wesensgemäße Bienenhaltung, bei der das Wohl der Bienen und weniger der Honig-Ertrag an erster Stelle steht. Er verwendet Dadant-Beuten mit einem ungeteilten Brutraum und Naturwabenbau. Obwohl noch nicht zertifiziert, entspricht seine Arbeitsweise den Vorgaben der Demeter-Imkerei.

Anfangs, d.h. von 2013 bis zum Frühjahr 2015, standen die beiden Bienenstöcke ungeschützt auf dem Flachdach des Hauses der Architektur. Im Winter 2015 kam es zu Verlusten, die einen neuen Standort notwendig machten: Bei einem Sturm wurde ein Bienenstock umgeworfen; das Volk, das sich darin befand, war damit verloren. Dazu kam, dass das Bienenvolk, das sich in dem zweiten Bienenstock befunden hatte, sehr geschwächt war und den Winter ebenfalls nicht überlebte. „Trotz der Einbußen im Winter ist der Standort am Haus der Architektur für Bienen gut geeignet. Die Gärten und Parks in der Nähe bieten eine große Blütenvielfalt vom Frühjahr bis in den Herbst. Die Bienen haben damit ein gutes Nahrungsangebot. Das reichhaltige Futter kommt nicht nur ihrer Gesundheit zu Gute, sie vermehren sich auch sehr gut und produzieren fleißig Vorräte – sprich: Honig“, betont Imker Jürgen Dyckerhoff.

Jürgen Dyckerhoff ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Hauses der Architektur einen besser geeigneten Standort an der Grundstücksgrenze des Gartens zu finden. Im Garten sind die Bienenstöcke und die Bienen sind vor der Witterung – Sonne, Hitze, Regen, Schnee und Wind – besser geschützt. Für den Imker ist die Arbeit im Garten leichter zu bewerkstelligen – er braucht nicht mehr mit seinen Utensilien auf das Dach zu klettern. Damit hat der neue Standort nur Vorteile, für die Bienen und den Imker!

Neuanfang der Imkerei im Garten des Hauses der Architektur

Seit Juni 2015 leben die zwei Bienenvölker von Jürgen Dyckerhoff im Garten des Hauses der Architektur. Die beiden Völker haben sich gut entwickelt; die Honig- und Brutwaben sind gut gefüllt. „Dieses Jahr ist es noch zu früh, um Honig zu ernten, beide Völker sind – ihrer Entwicklung entsprechend – noch relativ klein. Doch nächstes Jahr wird es aller Voraussicht nach Honig vom Haus der Architektur geben“, freut sich Imker Jürgen Dyckerhoff. Um die beiden Bienenvölker in ihrer Entwicklung zu fördern, füttert er die Bienen mit einer Puderzucker-Honig-Mischung, hergestellt zu gleichen Teilen aus selbst erzeugtem Honig und Demeter-Puderzucker.

Steckbrief "Haus der Architektur"

  • Veranstaltungs- und Seminargebäude;
  • Ort der Begegnung für alle am Bauen und Planen Interessierte.

Bauzeit: 1996 (Wettbewerb) bis 2002

Adresse:Waisenhausstraße 4, 80637 München

Zugang zu den Bienenstöcken: leider nicht möglich